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Sommerquartiere werden von den Fledermäusen sorgfältig ausgesucht. Ein reichhaltiges Nahrungsangebot im Jagdrevier vom Frühjahr bis zum Herbst ist lebensnotwendig. Aber auch Größe und Qualität der Quartiere spielen - besonders bei den Weibchen - eine wichtige Rolle. Die Weibchen einer Art finden sich zur Aufzucht ihrer Jungen in Wochenstuben­gemein­schaften zusammen. Große warme Dachböden oder geräumige Baumhöhlen sind Wohnräume in erster Lage. Die Weibchen bringen meist eins – höchstens zwei – Junge pro Jahr zur Welt. Die Männchen suchen als „Single“ passende Unterschlupf­möglichkeiten - etwas entfernt von den Weibchen­quartieren, damit keine Konkurrenz um das Nahrungsangebot besteht.
Alle heimischen Fledermäuse sind Winterschläfer – das passt; denn das Nahrungsangebot ist im Winter sehr spärlich. Darum ziehen sie zum Winter in geeignete
Winterquartiere um, die sich je nach Art unterschiedlich weit von den Sommerquartieren befinden. Manche Arten fliegen bis zu 1000 Kilometer weit, um geeignete Unterschlupf­möglichkeiten zu finden. Das können Höhlen in dicken alten Bäumen sein, Spalten in Brückenbau­werken, Keller in Gebäuden, alte Eiskeller oder Höhlen in den Bergen. Alle Winterquartiere weisen jedoch eine Gemeinsam­keit auf: Die Temperatur muss kühl sein, es darf aber keinen Frost geben. Wichtig ist auch eine ausreichende Luftfeuchtigkeit - bis zu 90 % – damit die Fledermausflügel nicht austrocknen. Im Winter sind die Fledermäuse daher oft dicht von Tautropfen bedeckt.

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